Die Griechenland-Krise könnte drastische Folgen für die Autonomie der Euroländer haben. Um eine Neuauflage des Athener Debakels zu verhindern, will EU-Währungskommissar Olli Rehn in die Haushaltpolitik der Mitgliedsländer eingreifen, berichtet die Financial Times Deutschland. Bereits am heutigen 14. April berät die Kommission über den Vorschlag zur "Koordination der Höhe und Entwicklung der gesamten Ausgaben der Haushalte". Dazu soll die Eurogruppe der 16 Finanzminister zu einer Art "Finanzplanungsrat" werden. Die Kommission will so die Lehren aus den wirtschaftlichen Ungleichgewichten ziehen, die "eine Ursache der Schuldenkrise" sind. Laut dem Hamburger Blatt wird dies nicht ohne Schmerzen vonstatten gehen. Die Mitgliedsländer wachen streng über ihre bisher weitgehende Haushaltsautonomie.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.