"Die Banken sind dafür verantwortlich", titelt die isländische Tageszeitung Morgunbladid, nachdem am 12. April der mit Spannung erwartete "Wahrheitsbericht" veröffentlicht wurde. Der rund 2.000 Seiten umfassende Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses geht dem finanziellen Absturz Islands im Oktober 2008 unmittelbar nach der weltweiten Finanzmarktkrise auf den Grund. Der Text verurteilt das zu schnelle und verhältniswidrige Wachstum der isländischen Banken Kaupthing, Landsbanki und Glitnir und das Verhalten ihrer Besitzer. Der ehemalige konservative Regierungschef Geir Haarde, sowie die anderen damaligen Hauptakteure in der Regierung, unter denen sich auch der ehemalige Finanzminister, der ehemalige Bankenminister und der ehemalige Gouverneur der Zentralbank befinden, werden beschuldigt, sich "extrem fahrlässig" verhalten und nicht auf die makroökonomischen Unausgewogenheiten reagiert zu haben, die zum Scheitern de Systems führten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.