Die abtrünnige republikanische Terrorgruppe "Real IRA" hat am 12. April vor dem Hauptsitz des britischen Inlandsgeheimdienstes (MI5) in Nordirland eine Autobombe hochgehen lassen, berichtet der Belfast Telegraph. Die Bombe detonierte nur wenige Minuten nachdem als Teil der Vereinbarungen des Nordirischen Friedensprozesses Rechtsgewalten von London auf Belfast übertragen worden waren. "Ein Taxifahrer war in Nordbelfast als Geisel genommen worden und zwei Stunden lang festgehalten, bevor er dazu gezwungen wurde, sein Fahrzeug in die Nähe des Sitzes des MI5 zu fahren", berichtet die Tageszeitung und fügt hinzu, dass es zu "keinen schweren Verletzungen" kam. Die "wahre IRA", eine Splittergruppe der alten IRA, die ihre Waffen 1997 niederlegte, ist gegen die weiter anhaltende britische Präsenz in Nordirland. Letztes Jahr erschoss sie zwei britische Soldaten. Seit 1997 war es zu keinen Tötungen in dem Gebiet gekommen. Direkt nach dem Bombenanschlag wurde David Ford, Nordirlands erster Justizminister nach fast vierzig Jahren, vereidigt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.