Die afghanischen Behörden haben Berichte zunichte gemacht, nach denen drei italienische Emergency-Angestellte [eine Nichtregierungsorganisation, die in Kriegsgebieten medizinische Hilfe leistet] gestanden hätten, in ein Taliban–Komplott verwickelt zu sein. Dieses hätte zum Ziel gehabt, den Gouverneur der südlichen Stadt Lashkar Gah zu töten. Die Männer befinden sich immer noch in Haft. Italiens Außen- und Verteidigungsministerium hatten der Organisation vorgeworfen, das "Bild von Italien zu beschmutzen", weil sie Taliban-Rebellen genauso wie die Zivilbevölkerung medizinisch versorge. Bisher forderten die Behörden nicht die Freilassung der Männer. Der Leitartikel der römischen Tageszeitung Il Manifesto ist vernichtend. "Der Angriff auf Emergency ist eine Folgeerscheinung der Operation Moshtarak", die im Februar von der Internationalen Schutztruppe ISAF gestartet wurde.
"Bei Kriegsvorbereitungen müssen alle unangenehmen Zeugen eliminiert werden. Emergencys Krankenhäuser sind störende Beobachtungsposten für diejenigen, die bombardieren und töten", schreibt die Tageszeitung einen Tag, nachdem NATO-Soldaten in Südafghanistan einen Bus beschossen, wobei vier Zivilisten ums Leben kamen, darunter auch eine Mutter und ihr Kind. Währendessen hat die Belegschaft der italienischen NGO das Krankenhaus, in dem die drei Männer arbeiteten, der afghanischen Polizei übergeben. "Wenn sie wollten, dass wir aufhören hier zu arbeiten, so haben sie dies erreicht", erklärte ein Emergency-Sprecher der Zeitung La Repubblica.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.