Während die meisten französischen Zeitungen Schlagzeilen schreiben über das, was zur "affaire des rumeurs", zur Staatsaffäre der Gerüchte über die vermeintliche Untreue des Präsidenten-Ehepaars und dessen Strategie zur Beendung des Skandals geworden ist, fragt sich Le Soir: "Während die Regionalwahlen gezeigt haben, in welcher Bedrängnis sich das Land befindet, mobilisierte der Präsident gleichzeitig die Spionageabwehr, um zu ermitteln, woher der Klatsch kommt, um den sich die Franzosen gar nicht scheren. War das denn so dringend? Frankreich leidet und das ist kein Gerücht." Die belgische Tageszeitung erwähnt auch die "Gleichschaltung" des Journal du dimanche – auf dessen Website das ursprüngliche Gerücht als erstes erschien – und die Eröffnung einer gerichtlichen Untersuchung. Und kritisiert weiter: "So viele Mittel werden mobilisiert! Also wirklich, wenn es um sein Privatleben geht, verliert Nicolas Sarkozy jeglichen Sinn für das richtige Maß."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.