"Etwas Bedeutsames ist passiert. Das Treffen zwischen dem polnischen Ministerpräsidenten und dem russischen Präsidenten setzt der 'Lüge von Katyń' ein Ende, welche die polnisch-russischen Beziehungen über Jahre hinweg vergiftet hat," schreibt der Historiker Adam Michnik auf der Titelseite der Gazeta Wyborcza. Gestern begingen Donald Tusk und Wladimir Putin gemeinsam die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des Massakers, bei dem im Frühling 1940 20 000 polnische Offiziere von der sowjetischen Geheimpolizei (NKWD) erschossen wurden. Der russische Ministerpräsident sorgte für Überraschung, als er vor dem Mahnmal niederkniete, jedoch kein Wort der lang erwarteten Entschuldigung verlor. Die meisten polnischen Berichterstatter wurden aber durch seine Erklärung besänftigt, dass "es keine Rechtfertigung für das Massaker gibt" und dass "wir die Vergangenheit nicht ändern, aber die Wahrheit aufrecht erhalten können". "Ich habe von ihm gehört, was ich hören wollte. Nie hätte ich geglaubt, dass ich dies eines Tages erleben würde," sagte Filmregisseur Andrzej Wajda, dessen Vater in Katyń getötet wurde. Michnik kommt zu dem Schluss, dass "[Putins] Worte Hoffnung bringen auf Wahrheit und Versöhnung."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.