"König Umberto", titelt Espresso nach dem Erfolg der Lega Nord Umberto Bossis bei den italienischen Regionalwahlen am 29. März. Die Partei eroberte Schlüsselregionen wie das Piemont oder Venetien und erreichte quasi Augenhöhe mit Silvio Berlusconis Popolo della Libertà als stärkste Partei in Norditalien. Bossi fordere nun seinen Preis, berichtet die Wochenzeitschrift: Er will das Mailänder Rathaus. Und der neue Präsident Venetiens, Luca Zaia, fordert für den Norden die sofortige "Autonomie wir in Katalonien und Bayern". Er und seine Kollegen haben weiterhin beschlossen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Verabreichung der Abtreibungspille RU 486 zu unterbinden, die seit einigen Tagen in italienischen Krankenhäusern verfügbar ist. Laut La Repubblica wäscht damit eine Hand die andere. Die Kirche hatte sich dies im Gegenzug für ihre Unterstützung der Lega bei den Regionalwahlen ausbedungen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.