Am 30. März brachte die irische Regierung das größte finanzielle Glücksspiel der Geschichte des Landes ins Rollen, berichtet der Irish Examiner. Bereits 2009 diskutierte man über die staatliche NAMA (National Asset Management Agency), die nun die giftigen Anleihen aus den Grundstücksversicherungen vom irischen Bankensektor aufkaufen soll, der mit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise 2007 Pleite gegangen ist. Insgesamt kostet das Bankenrettungsprogramm hierzulande geschätzte 27 Milliarden Euro. Damit wird der irische Staat, für den der Steuerzahler bürgt, zum weltweit größten Immobilieneigentümer. Finanzminister Brian Lenihan erklärte, dass er "zum letzten Mal gewürfelt" hat und dies sein letzter Spielzug sei, berichtet die in Cork ansässige Tageszeitung. Die Regierung rechnet mit einem eventuellen Wiederaufschwung der Wirtschaft und hofft, sich teilweise oder ganz von den Schulden erholen zu können. "Heute ist der wichtigste Tag der Wirtschaftsgeschichte des Landes", bedauert ein Leitartikler der Irish Times. "Und mit weit aufgerissenen Augen schlafwandelten wir mitten in ihn hinein."
Irland
Die große NAMA Lotterie beginnt
30. März 2010
Presseurop
Irish Examiner Irish Examiner vom 30. März 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.