"Heute Moschee, morgen Dschihad". Dieser Slogan war am 27. März im Warschauer Stadtbezirk Ochota zu hören, als 200 Personen gegen den Bau einer Moschee demonstrierten, wie die Gazeta Wyborcza berichtet. Die Teilnehmer an der von Europa Przyszłości (Europa der Zukunft) organisierten Demonstration werfen dem Bauherrn der Moschee, der Muslimischen Liga in Polen, vor, Verbindungen zur länderübergreifenden Bewegung der Muslimbrüder zu unterhalten, die von vielen für die Terroranschläge in Ägypten verantwortlich gemacht wird. Die Liga leugnet jegliche Hintergedanken ab und behauptet, sie ließe die neue Moschee deshalb bauen, weil der Gebetsraum, den die 10.000 Kopf starke muslimische Gemeinde in Warschau derzeit benutzt, zu klein ist. Einer neuen Umfrage zufolge sind die Polen geteilter Meinung: 48 Prozent würden eine Moschee in ihrer Nachbarschaft akzeptieren, 42 Prozent sind dagegen. Die Gazeta bemerkt weiter, dass die Warschauer Moschee nur die fünfte in Polen wäre, bei einer muslimischen Bevölkerung von knapp 30.000 Personen.
Polen
Die Moschee und die Dschihad-Ängste
29. März 2010
Presseurop
Gazeta Wyborcza Gazeta Wyborcza vom 29. März 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.