Die flämische nationalistische Partei N-VA hat vor dem Zentrum für Chancengleichheit gegen die Zeitung Le Soir geklagt, berichtet De Morgen. Die französischsprachige Tageszeitung wird beschuldigt, zu Hass und Rassismus anzustacheln. Unter anderem hatte sie die rechtlichen Hindernisse der flämischen Regierung für nicht niederländischsprachige Zuzugswillige mit der Folter von Al-Quaida-Mitgliedern durch die amerikanische Armee verglichen. Ein Kommentar war zudem mit dem Foto eines Massengrabes der Opfer der ethnischen Säuberung in Nigeria illustriert, einem "Symbol dafür, zu welchen Grausamkeiten das Vergeltungsrecht" führen kann. Die Soir-Chefredakteurin Béatrice Delvaux erklärt sich in einem Leitartikel über das politische Klima in Belgien beunruhigt und unterstreicht, dass ihre Zeitung "Ausgrenzung und den Nationalismus bekämpfen und Brücken schlagen" will. Auf Maßnahmen, die von einem "Flandern, das sich abkapselt" zeugen, müsse aufmerksam gemacht werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.