Drei ehemalige Labour-Minister müssen sich einer Ermittlung stellen, nachdem sie bei einem dubiosen Geschäft gefilmt worden waren: Sie boten an, sich ihre Beziehungen zur Regierung bezahlen zu lassen, berichtet The Independent. In einer Reportage des Fernsehsenders Channel 4 ist der ehemalige Wirtschaftsminister Stephen Byers zu sehen, der seine Dienste einem verdeckt ermittelnden Reporter anbietet, der sich als Direktor eines US-amerikanischen Unternehmens ausgibt, das Abgeordnete anheuert, um Lobbying zu betreiben. Byers "beschreibt sich selbst als eine Art 'Miettaxi' und verlangt bis zu 5.600 Euro am Tag", berichtet die Londoner Tageszeitung. Zudem prahlt er damit, dass er "geheime Geschäfte mit Ministern abwickeln konnte, vertrauliche Informationen aus Nummer 10 erhalten hat und Firmen dabei half, die für sie relevante und gesetzlich festgelegte Preisbindung zu umgehen." Im Anschluss bestritt der ehemalige Minister, dem nun Ermittlungen drohen, "jegliches Fehlverhalten". Allerdings "rücken die Wahlen immer näher… Die Vorwürfe gegen die drei ehemaligen Minister könnten also besonders viel Schaden anrichten", urteilt der Kommentar des Independent.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.