Nach dem Tod des hungerstreikenden kubanischen Dissidenten Orlando Zapata vom 23. Februar sind die Beziehungen der EU mit Havanna auf einem Tiefpunkt angelangt, schreibt El Mundo. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft hatte geplant, ein "politisches, wirtschaftliches und sogar humanitäres Abkommen" mit dem Castro-Regime zu unterzeichnen, doch meint sie heute, dass "der Zeitpunkt schlecht gewählt" sei. Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos erklärte, dass der 1996 von der EU formulierte "Gemeinsame Standpunkt", der einen demokratischen Wandel und einen Dialog mit Dissidenten fordert, beim kommenden EU-Außenministertreffen im Juni "weder modifiziert noch beiseite gelegt" würde. El Mundo berichtet weiterhin, dass das EU-Parlament "mit überwältigender Mehrheit" eine Resolution verabschiedet hat, die Zapatas Tod und den mangelnden demokratischen Fortschritt verurteilt. Havanna reagierte darauf mit der Absage eines geplanten Treffens mit EU-Vertretern in Madrid, berichtet die Tageszeitung.
Kuba-EU
Eiszeit nach Tod eines Dissidenten
16. März 2010
Presseurop
El Mundo El Mundo vom 16. März 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.