"Heute feiern Zehntausende von Ungarn in Siebenbürgen ihren Welttag", titelt der Gândul und fügt hinzu, dass "das Fest, wie jedes Jahr, genügend Spannungen mit sich bringt". Die Bukarester Tageszeitung erinnert daran, dass der 15. März oft Anlass zu Unruhen zwischen der magyarischen Minderheit (den Szeklern) und den in der Region lebenden Rumänen ist. 1990 starben bei Zusammenstößen in Târgu Mures (Neumarkt am Mieresch) fünf Menschen und knapp 300 Personen wurden verletzt. Dieses Jahr hat der Szekler Nationalrat in den Kreisen Harghita und Covasna, wo die ungarische Minderheit besonders stark vertreten ist, darum gebeten, die ungarische Sprache zur offiziellen zweiten Amtssprache zu machen. Ein Vorschlag, der bei den rechtsextremistischen Abgeordneten zornige Reaktionen hervorrief, während das Oberhaupt der ungarischen Partei, die an der Landesregierung beteiligt ist, der Meinung war, man müsse "einer Tatsache Rechnung tragen: In den Gebieten, in welchen die Magyaren mehr als 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen, wird Ungarisch ebenso gesprochen wie Rumänisch", das heißt von insgesamt zwei Millionen Menschen.
Rumänien
Szekler wollen Anerkennung
15. März 2010
Presseurop
Gandul Gândul vom 15. März 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.