Durch die herbe Niederlage der britischen Labour-Partei sind David Camerons Konservative mit ihren 24 EU-Abgeordneten stärkste britische Partei geworden. Dem zum Trotze schreibt die FT: die wilde Entschlossenheit der Tory-Chefs die konservative Fraktion im Europäischen Parlament (EVP) zu verlassen sei "dumm und kontraproduktiv".
Cameron sei nicht nur dabei seine natürlichen Alliierten wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu befremden. Indem er seine neue euroskeptische Fraktion gemeinsam mit verschrobenen und sozial sehr konservativen Parteien bilden wolle, die zudem nicht mal an der Macht seien, bringe er das Vereinigte Königreich um "eine Führungsrolle im Parlament". Welch "starre Bindung an Inkompetenz", klagt ein ehemaliger britischer Repräsentant in Brüssel.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.