Es begann wie eine Schmierenkomödie. Die Listen der Partei von Regierungschef Silvio Berlusconi drohten von den kommenden Regionalwahlen am 28. März wegen Formfehlern ausgeschlossen zu werden. Als der Regierung jedoch klar wurde, dass sie dadurch die Regionen um Rom und Mailand verlieren könnte, ergriff sie eine überraschende Maßnahme: Ein maßgeschneidertes, rückwirkend gültiges Dekret sollte die Wahlregeln ändern und die Kandidaten retten. Die bis dahin schweigsame Opposition zeigte sich schockiert, aber unfähig, eine einheitliche Linie zu verfolgen. Die einen prangerten die Verfassungswidrigkeit an und zogen auf die Straße. Die anderen spielten mit dem Gedanken, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. Die Oppositionszeitung La Repubblica spricht sich entschieden gegen letztere Strategie aus: "Wir sehen uns hier mit einer beispiellosen Situation konfrontiert, in der wir in die juristische Selbstgerechtigkeit schlittern. So als würde das Land nicht existieren. Die Opposition sollte der Regierung diese Flausen austreiben."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.