Die Leute im polnischen Posen sind über das Anti-Abtreibungsplakat (das bald im ganzen Land hängen wird) geschockt, berichtet Gazeta Wyborcza auf ihrer Titelseite. Auf den von der Stiftung Pro gekauften Werbewänden ist Hitler neben einem blutigen abgetriebenen Fötus zu sehen. Die Bildunterschrift: "Die Abtreibung für polnische Frauen wurde am 9. März 1943 von Adolf Hitler eingeführt." Sie soll die Polen daran erinnern, dass man den "ethnisch unreinen" polnischen Frauen erlaubte, abzutreiben, dies den "reinrassigen" deutschen Frauen aber strengstens untersagte. Gazeta Wyborcza verurteilt das Vorgehen der Stiftung, die dazu neigt, schockierende Bilder zu verwenden, anstatt rationale Argumente vorzubringen. "Bei jedem, der das Recht auf Abtreibung befürwortet, soll das Plakat einen Schock auslösen. So als würde man in einen Spiegel schauen, in welchem man – anstatt sich selbst – eben das Gesicht eines Mörders sieht."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.