"Bürgerliche zeigen Herz für Sans-papiers", titelt der Tages-Anzeiger einen Tag nach der Entscheidung des Schweizer Nationalrats, Kindern von Eltern ohne Aufenthaltspapiere nach ihrem Schulabschluss das Recht auf eine Lehre einzuräumen. Entscheidend für die knappe Abstimmung war dabei das Lobbying bürgerlicher Abgeordneter. "Den Staat kostet es mehr, wenn Halbwüchsige ohne Berufsperspektive herumhängen und oft in die Kleinkriminalität abgleiten, statt eine Lehre zu besuchen. Und Kinder dürfen nicht wegen des rechtlichen Status ihrer Eltern diskriminiert und bestraft werden. So steht es in der Kinderrechtskonvention der Uno geschrieben, welche die Schweiz im Jahr 1997 ohne Vorbehalt ratifiziert hat", zitiert die Zürcher Tageszeitung die Argumente. Die Abgeordneten fordern dagegen vom Bundesrat (Regierung), das Freizügigkeitsabkommen mit der EU per Neuverhandlungen anzupassen, um die Belastung der Schweizer Sozialwerke durch die Zuwanderung aus EU-Ländern zu verringern. Allerdings "dürfte die EU kaum Hand bieten", schließt der Tages-Anzeiger.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.