Kaum erholt vom Rücktritt ihrer Regierung begeben sich die Niederländer am 3. März zur Urne. In den 393 Kommunen werden die Gemeinderäte gewählt. Die Wahl sei eine "Generalprobe" für die Parlamentswahlen am 9. Juni, selbst wenn das Ergebnis keine genaue Prognose für die kommenden Wahlen erlaube, meint Trouw. Die Rechtspopulisten unter Geert Wilders (PPV), die laut Umfragen kräftig zulegen, wollen vom Sturz der Regierung profitieren, selbst wenn sie nur in zwei Städten antreten (in Almere und Den Haag). "Wilders wird gestärkt aus den Wahlen im Juni hervorgehen, selbst wenn das heutige Ergebnis das Gegenteil bezeugen sollte", erklärt die Zeitung. Die Zeitung notiert zudem, dass sich die Städte an Einfällen überbieten, um den Wähler zur Urne zu locken: In Den Haag, Groningen und Rotterdam wurde die Nachtwahl erfunden. Gleichzeitig gibt's ein Musikfestival.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.