"Das schmutzige Geheimnis der Tories." Der Guardian beschuldigt die britische Konservative Partei, den Steuerstatus ihres Vize-Vorsitzenden Lord Ashcroft verschleiert zu haben. Der Milliardär Ashcroft, der 2005 ankündigte, er habe der Konservativen Partei insgesamt über 10 Millionen Pfund gespendet, gab am 1. März zu, dass er ein "Gebietsfremder", also ein nicht in Großbritannien ansässiger Bürger ist. "Durch seinen Status als Gebietsfremder", so der Guardian, "hat es Lord Ashcroft vermieden, in Großbritannien Dutzende von Millionen Pfund an Steuern zu zahlen, während er zugleich im [House of] Lords saß und weiterhin die Konservativen finanzierte." Im Jahr 2000 wurde Ashcroft der Adelsstand angeboten, wenn er das "feierliche, verbindliche Versprechen" ablegte, ständiger Gebietsansässiger in Großbritannien zu werden. Doch in den vergangenen zehn Jahren weigerten sich sowohl die Konservative Partei als auch er selbst, Fragen über seinen Status zu beantworten. Niemand, so der Leitartikel der Londoner Tageszeitung, "verdient privilegierte Repräsentanz in öffentlichen Angelegenheiten, wenn er nicht die gebührenden Steuern zahlt".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.