"Zapatero will ein Abkommen. Raoy glaubt ihm nicht". So fasst El Mundo auf ihrer Titelseite die Ankündigung des spanischen Regierungschefs zusammen, er sei bereit, mit dem Oppositionsführer und allen anderen politischen Kräften über ein Abkommen zu verhandeln. Ziel dieses Paktes: Den Kampf gegen die Wirtschaftskrise zu verstärken. In ihrem Leitartikel nennt El Mundo Zapateros Einschreiten "eine Übung in Panglossischem Opitimismus". Sein "Rezept": "Dogmen schaffen. So wie er es mit den Sozialausgaben tat, die unantastbar" sind. Die konservative Tageszeitung betont unterdessen, dass das Angebot José Luis Zapateros "jedoch viel präziser" ist und "gegenwärtig den einzigen realistischen Ausweg" darstellt. Wenn der Regierungschef sein Angebot weiterhin aufrechterhält, so ist Mariano Rajoy "gezwungen, diesen Weg wenigstens zu versuchen", um "zu verhindern, dass das Land weiterhin in ein Loch ohne Boden stürzt". Die Tageszeitung berichtet, dass 80 Prozent der Spanier für ein solches Abkommen sind.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.