"Die Jagd auf den Polen-Verband in Weißrussland hat einen Höhepunkt erreicht und es wird Zeit, dass Polen reagiert", schreibt die Warschauer Tageszeitung Gazeta Wyborcza und bezieht sich dabei auf den rapide anschwellenden Konflikt zwischen Minsk und Warschau. Zwei Tage nach einem "Gespräch von Mann zu Mann" zwischen den Außenministern der beiden Länder, nahmen die weißrussischen Behörden über 40 Mitglieder des verbotenen Polen-Verbands fest. Vorher besetzte die Polizei das Polnische Haus, ein Kulturzentrum in Iwenez. "Der Polen-Verband ist die größte Nichtregierungsorganisation in Weißrussland und die Vorhut der 'schrecklichen Krankheit', die für das weißrussische Regime die Demokratie darstellt", betont die liberale Tageszeitung und drängt die polnische Regierung, energische Schritte gegen Alexander Lukaschenkos Regierung zu unternehmen. "Lasst uns zu Lukaschenko sagen: Genug!" lautet ein Kommentar mit dem Appell an die EU, Belarus mit Sanktionen zu drohen, falls es die Verfolgung der polnischen Minderheit nicht einstellt. "Wie alle autoritären Regime versteht auch das weißrussische Regime nur brachiale Gewalt", schließt die Tageszeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.