"Nach dem Kämpfer ein Diplomat", stellt die Lidové noviny nach der Ernennung von Dominik Duka zum Erzbischof von Prag fest. Der Vatikan hatte beschlossen, dass die tschechische Kirche auch weiterhin von einem Kleriker geführt werden sollte, der unter der Verfolgung durch das kommunistische Regime gelitten hatte. Anfang der achtziger Jahre war Dominik Duka in Pilsen-Bory inhaftiert, wo er auf den Oppositionellen Václav Havel traf. Während sich sein Vorgänger Kardinal Miloslav Vlk energisch für die Rückgabe der von den Kommunisten konfiszierten Kirchenbesitztümern einsetzte, scheint Erzbischof Duka in dieser noch immer offenen Frage zwischen dem tschechischen Staat und der Kirche eher "ein guter Diplomat", oder ein "Politiker in Soutane" zu sein, urteilt die Lidové noviny. Er wird aber "schwierige Gespräche" sowohl mit dem Staat, als auch innerhalb der Kirche führen müssen, wo es gilt zu verdeutlichen, dass die Eigentumsfrage nicht zu den Prioritäten der Kirche gehört, sondern dass diese "einen anderen Daseinsgrund habe".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.