"Der Ghetto-Plan ist misslungen", stellt die Jyllands-Posten auf ihrer Titelseite fest. Im Jahr 2004 führte die dänische Regierung eine Strategie gegen urbane Ghettos ein. Alle Einwohner sollten einen Arbeitsplatz bekommen, mehr "dänische Dänen" in diese Viertel ziehen und die Sprachkenntnisse der Kinder mit Migrationshintergund sollten verbessert werden. Dazu wurden die Immigrationsgesetze restriktiver gestaltet, die Einwanderer wurden auf die Gemeinden "verteilt" und diese konnten zur Förderung der sozialen Vielfalt die Arbeitslosen zurückstellen, selbst wenn Sozialwohnungen frei waren. Doch die Ergebnisse entsprechen den Erwartungen nicht, so die Tageszeitung. Das Sozialministerium untersuchte 37 Stadtviertel: In 22 davon leben heute noch mehr Migranten, in fünf etwa gleich viele und nur in zehn ist ihr Anteil gesunken. Knapp über 100.000 Personen sind betroffen, was ca. zwei Prozent der dänischen Bevölkerung und 25 Prozent der Migranten entspricht.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.