Die Preise steigen, und dazu will man uns noch umbringen. Das sagen sich vielleicht die Kunden der ČEZ, nachdem bekannt wurde, dass das größte tschechische Energieunternehmen seine Kontrolleure in Kriegstechniken ausbildete. "Das ČEZ-Kommando und der Tod", titelt Mladá Fronta DNES und veröffentlicht auf der Titelseite Fotos, die von den Anwälten von Stromklauern, die Leitungen angezapft haben, als Beweismaterial präsentiert wurden. Auf dem ersten Video sieht man die "ČEZ-Armee" beim Training: Die Elektriker lernen wie man mit einem Revolver auf den Kopf zielt, einen Gefangenen maskiert, oder gar auszieht, sowie die Handhabung von Sprengstoff. Das zweite Video zeigt eine wahre Tragödie: Ein Betrüger ist vom Einsatzkommando so geschockt, dass er sich in seiner Garage umbringt. "Gegen zehn Mitglieder der 'ČEZ-Kommandos' wurde bereits Strafanzeige gestellt." Sie riskieren zwölf Jahre Haft für Erpressung, notiert die Prager Tageszeitung, die hinzufügt, dass das Unternehmen die Täter unterstütze.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.