Die Piraterie von Verschmutzungsrechten floriert. Nach einem ersten Angriff Ende 2009 haben professionelle Hacker erneut Unternehmen in Europa, Japan und Neuseeland in die Falle gelockt, berichtet die Financial Times Deutschland. Sie schickten ihren Opfern falsche E-Mails und forderten sie zwecks Abwehr eines Hacker-Angriffs auf, sich erneut im Register für den Emissionshandel einzutragen. Mit den neuen Passworten übertrugen die Täter Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien. Von dort wurden sie rasch weiterverkauft. Die Zahl der betroffenen Unternehmen ist noch unbekannt, aber "allein in Deutschland ergab die Überprüfung von einigen Dutzend Transaktionen bereits neun Betrugsfälle". Infolgedessen schlossen die Behörden die Register in 13 Ländern. "Das Handelssystem gilt als ökonomisch effizientestes Instrument im Klimaschutz. Der neuerliche Vorfall offenbart allerdings die Betrugsanfälligkeit des Systems", bedauert die Hamburger Zeitung.
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Piraten jagen Verschmutzungsrechte
3. Februar 2010
Presseurop
Financial Times Deutschland Financial Times Deutschland vom 3. Februar 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.