Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall scheint die Wiedervereinigung "den Westen auszubluten", meldet der Focus per Titelstory. Der Solidaritätspakt (I und II, Laufzeit bis 2019), der damals zwischen den Ländern der BRD und der ehemaligen DDR geschlossen wurde, um die ruinierte Wirtschaft der letzteren zu unterstützen, bescherte den ostdeutschen Gemeinden bisher 1,6 Billionen Euro und "eine historisch einzigartige Wohlstandsexplosion", zitiert das Wochenmagazin eine Studie der Freien Universität Berlin. Nur verfügen "die kommunalen Vorsteher in den neuen Bundesländern vielerorts über eine weitaus bessere Infrastruktur als die Kollegen im Westen" und auch mehr Geld, erklärt der Focus, dessen Reporter sich auf die Reise gemacht haben: "Dresden [Osten]: 0 Euro Schulden. Gelsenkirchen [Westen] 302 Millionen Euro Schulden" und geschlossene öffentliche Badeanstalten. Görlitz [Sachsen] wiederum "putzte mit knapp einer halben Milliarde Euro seine Altstadt zu einem kunsthistorischen Schmuckstück", während jeder Einwohner der Ruhrstädte [Westen] mit 7500 Euro für sein Land in den roten Zahlen steht… und so weiter.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.