In der Vergangenheit brachten die italienischen Medien oft Berichte über "Hoffnungsreisen" – Geschichten über Leute, die im Ausland medizinische Behandlung suchen, die es zuhause nicht gibt. Heute folgt die medizinische Emigration einem anderen Trend, der das Leben nicht verlängert, sondern vielmehr beendet. Die Turiner Tageszeitung La Stampa berichtet über den Fall von Salvatore Crisafulli, 45, der infolge eines Autounfalls 2003 erst zwei Jahre im Koma lag und heute querschnittsgelähmt ist. Nachdem ihm eine Hauspflege versprochen, doch nie zugeteilt wurde, beschlossen nun Familienmitglieder die Schocklösung: Sie wollen ihn nach Belgien bringen, wo Euthanasie praktiziert wird. Die katholische Kirche sprach sich gegen diesen Plan aus, während die italienischen Gesundheitsbehörden sofort versicherten, die bislang verweigerte Hilfeleistung zu stellen. Doch die Geschichte startet eine Debatte über die Auslegung der italienischen Verfassung in Bezug auf das biologische Testament, welches jeder Person das Recht zuerkennt, selbst – auch gegen ärztlichen Rat – zu entscheiden, ob sie sich einer bestimmten Behandlung unterzieht oder nicht.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.