Der von einigen Kandidaten vorgeschlagene europäische Mindestlohn ist keineswegs eine franko-französische Idee. Zahlreiche Parlamentarier, allen voran die Griechen, haben die Kommission bereits auf das Thema angesprochen. Dabei, unterschreicht L'Express, stehen noch zahlreiche juristischen Hindernisse vor der Verabschiedung eines europäischen Mindestlohns. "Der Artikel 137 EGV (Europäischer Gemeinschaftsvertrag)schliesst ausdrücklich eine Gemeinschaftskompetenz für alles, was die Entlohnung der Bürger angeht, aus", erklärt der Europarechtler Dominique Aguilar im Interview. Die Verabschiedung eines garantierten Mindestlohns sei ein langer und schwieriger Prozess, für den außerdem die Verträge geändert werden müssten. Dies erfordere ein Treffen des Europäischen Rats der Staats- und Regierungschefs, die einstimmig dem Vorschlag zustimmten. Die Staaten sind sich jedoch keineswegs einig. Kurz, der Mindestlohn liege noch in weiter Ferne.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.