"Weniger als vier Monate nach der Räumung des Dschungels von Calais (ein Migrantenzeltlager) sind Hunderte von Migranten bereits wieder zurück", titelt Le Parisien. Im "emblematischen Flüchtlings- und Armutscamp der Migranten, die darauf warten, nach Großbritannien überfahren zu können", befänden sich derzeit zwischen 200 und 300 Illegale – vor der Räumung waren es 800 – ohne jene mitzuzählen, die sich hier und dort noch anderweitig an der Ärmelkanalküste aufhalten. In Calais klagen die Hilfsorganisationen, dass man sie sich selbst überlassen habe. "Die Räumung des 'Dschungels' war ein reines Spektakel für die Medien", meint Jean-Pierre Leclercq, Präsident der örtlichen Hilfsorganisation Salam. "Nichts ist geregelt worden. England ist immer noch 32 Kilometer entfernt und die Schlepper sind auch noch da. Die Migranten haben den Traum auf ein besseres Leben nicht aufgegeben."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.