"Null Arbeitslosigkeit in Rotterdam bis in vier Jahren." So fasst De Volkskrant das ehrgeizige, von Vizebürgermeister Dominic Schrijer angekündigte Projekt zusammen. Die Zeitung erklärt, dass alle Arbeitslosen der Stadt, die schon lange eine hohe Arbeitslosenrate verzeichnet (knapp 10 Prozent Ende 2009), im Jahr 2014 beschäftigt sein müssen. Entweder an einem regulären Arbeitsplatz oder als Praktikanten oder in ehrenamtlichen Stellungen, die zu bezahlten Posten führen. Wer ablehnt, verliert seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Das Projekt soll in den Stadtvierteln Tarwewijk und Overschie beginnen, wo die Arbeitslosenquote jeweils 5 Prozent und 8 Prozent beträgt, und aus denen Schrijer die ersten "arbeitslosenfreien" Zonen des Landes machen will. Dazu will er sich von der Erfahrung der rund 600 Asylbewerber inspirieren lassen, die seit Herbst 2008 einen Arbeitsplatz gefunden haben. Trotz mangelnder Ausbildung und schlechten Niederländischkenntnissen erhielten sie niedrigqualifizierte Jobs in Supermärkten, im Gesundheitswesen oder in Sicherheitsdiensten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.