Ein neuer Streit um das Atomkraftwerk Temelin nahe der österreichischen Grenze erhitzt die Gemüter in Prag und Wien. Die österreichische Presse empört sich über die tschechische Entscheidung ein Atom-Endlager im Nationalpark Böhmerwald zu errichten. Der Standard wirft Tschechien vor, das "Melker Abkommen" nicht zu respektieren. Dieses sieht umfassende Sicherheitsnachrüstungen und vor allem eine Informationspflicht vor. Wien erfuhr jedoch von dem Endlager-Projekt erst aus den Medien. "Insbesondere diese scheint der Prager Regierung so wichtig zu sein, als ob ein böhmischer Knödel vom Teller rollt", schreibt Der Standard. Die Bevölkerung protestiere. Aber "jetzt geht man den Weg des geringsten Widerstands und fasst ein staatseigenes Militärgelände ins Auge. Einspruchsrecht hat also niemand."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.