Seit dem 4. Januar herrscht im Stadteil Terweijde der niederländischen Stadt Culemborg der Ausnahmezustand, gibt De Volkskrant bekannt. Ende letzten Jahres brachen dort heftige Unruhen zwischen Marokkanern und Molukken (Indonesien) aus, die seit Jahren schon in einem spannungsgeladenen Klima leben. Die Parole der jeweils circa 100 Agitatoren beider Minderheiten lautet „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, so das Blatt aus Amsterdam. Es herrscht Versammlungsverbot. Gruppen von mehr als vier Personen sind im öffentlichen Raum nicht mehr gestattet. Das Sondereinsatzkommando steht mit Einsatzwagen bereit. Die Polizei hat sogar „Betonbarrieren installiert, damit die Unruhestifter nicht entwischen können“, schreibt Trouw. „Verhaftet zu werden wird aber (von den meisten Jugendlichen) als Auszeichnung betrachtet“ und wirke somit nicht abschreckend, meint ein Polizeichef. Der Bürgermeister hofft, dass die Gespräche zwischen Vertretern beider Gruppen zu einer „dauerhaften Lösung“ führen werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.