Wie es seine Angewohnheit ist, kommt Alberto João Jardim direkt zur Sache: "Wenn man uns noch einmal die finanziellen Mittel vorenthält, die uns zustehen, dann müssen wir andere Wege gehen." Im Klartext heißt das, erklärt Público, dass der übersprudelnde Präsident der Regionalregierung von Madeira mit einer Abspaltung von Portugal droht, wenn Lissabon ihm nicht genehmigt, die durch das Gesetz der Regionalverschuldung festgesetzte Höchstgrenze zu überschreiten. Jardim, der die Insel seit 1978 regiert, möchte die Infrastruktur weiter ausbauen, die ab 2011 abbezahlt sein könnte. Dann wollte er auch, wie zum x-ten mal versprochen, die Regierung verlassen. Er verkünde nur deshalb nicht die Abspaltung, weil "zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Bedingungen erfüllt" seien. Er behält sich aber das Recht vor, künftig seine Meinung zu ändern.
Portugal
Chef von Madeira droht mit Sezession
18. Dezember 2009
Presseurop
Público Público vom 18. Dezember 2009
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.