Das wissenschaftliche Institut der christdemokratischen Partei CDA ermahnt die Partei, "in der [niederländischen] Immigrationsdebatte die Nationale Identität nicht zu sehr zu betonen", denn diese Identität sei "zeitlich gebunden und variabel", titelt Trouw. Das Thema wird momentan auch in Frankreich heftig diskutiert und könnte "den Wert der Vielfalt trüben und zu sozialer Zersplitterung führen", erklärt das Wissenschaftszentrum. Die CDA sollte sich auch "von den Parteien abheben, die aus den aufkeimenden Gefühlen des Argwohns [unter Gemeinden] Nutzen ziehen wollen oder diese auch noch schüren". In einem am 16. Dezember vorgelegten Bericht, der eine christdemokratische Antwort auf die Gefühle des Misstrauens in der niederländischen Bevölkerung geben will, erinnert das Institut auch daran, dass die christdemokratische Ideologie auf gegenseitigem Vertrauen beruht und nicht auf Misstrauen. In einem Kommentar begrüßt die Tageszeitung diese Distanzierung vom "Versuch eine nationale Identität zu definieren", zu dem sich die "Sozialdemokraten und die Liberalen in den letzten Jahren haben hinreißen lassen".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.