Trinken Sie? Rauchen Sie? Haben Sie Hämorrhoiden? Wann hatten Sie Ihre letzte Regelblutung? Auf solcherart Fragen müssen die rund 1500 Parlaments-Assistenten seit diesem Sommer antworten, berichtet die Frankfurter Rundschau, heißt, seit sie nicht mehr von ihrem Abgeordneten, sondern direkt vom Parlament eingestellt werden. Abgesehen von den Blut- und Urinproben, der Röntgenuntersuchung und dem EKG empört sich die Tageszeitung über Sinn und Zweck, davon Kenntnis zu nehmen, ob der Assistent je an einer der 40 aufgelisteten Krankheiten gelitten habe, ob Familienangehörige hohen Blutdruck hätten, Krebs oder eine Geisteskrankheit; ob er bereits einen Neurologen, Psychiater Psychoanalytiker oder –therapeuten aufgesucht habe (und, wenn ja, den Grund und den Namen und Adresse des Spezialisten zu kennen).
Europäisches Parlament
Die dicken Krankenakten von Dr. EU
16. Dezember 2009
Presseurop
Frankfurter Rundschau Frankfurter Rundschau vom 16. Dezember 2009
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.