Fast 95 Prozent der Katalanen haben die Frage "Würden Sie es begrüßen, wenn Katalonien ein in die Europäische Union integrierter souveräner, sozialer und demokratischer Staat werden würde" mit "Ja" beantwortet. Dieses symbolische Referendum wurde am 13. Dezember in 166 Städten Kataloniens durchgeführt. Ein für die Unabhängigkeit kämpfendes Kollektiv hatte diese Volksbefragung organisiert. Für die Barcelonaer Tageszeitung El Periódico ist das Ergebnis "dennoch kein überzeugender Sieg der souveränen Front". El Periódico berichtet "viel weniger Menschen an der Abstimmung teilnahmen (27 Prozent) als sich die Organisatoren erhofft hatten". Die Madrider Tageszeitung El Mundo bezeichnet das Referendum als "Maskerade", die man aber dennoch berücksichtigen sollte. Genau dies tut La Vanguardia, für die diese Volksbefragung nicht so sehr die allgemeine Tendenz zur Unabhängigkeit widerspiegelt, sondern vielmehr für die wachsende "Verunsicherung" steht. El País meint, dass das Referendum vor allem Nutzen aus der Angst der Menschen gezogen hat, die befürchten, dass das Verfassungsgericht "den Status Kataloniens beschränken" wird. Zu diesem soll es sich in den kommenden Tagen nämlich äußern.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.