Bei seinem ersten EU-Gipfeltreffen am 10. Dezember "überraschte Herman Van Rompuy die europäischen Staats- und Regierungschefs mit einer einfachen, pragmatischen Mitteilung über die vereinfachte Funktionsweise der EU", heißt es in El País. "Van Rompuy kündigte gleich eingangs eine drastische Reduzierung der Anzahl von Teilnehmern an den Versammlungen des Europäischen Rates an", betont die Tageszeitung aus Madrid. Der neue Ratspräsident gab bekannt, er wolle Schluss machen mit "langen bürokratischen, unverständlichen Kommuniqués" und schlage einen "drei bis vier Seiten langen, für alle verständlichen [Text] vor". Ab dem 1. Januar führt Spanien den Vorsitz der EU, zum ersten Mal unter den Bedingungen des neuen Vertrags von Lissabon, welcher die Leitung der Versammlungen dem ständigen Ratspräsidenten überträgt. Doch da Van Rompuy noch kein echtes Team hat und die neue Kommission erst Ende Januar oder Anfang Februar aktiv sein kann, "wird die Rolle des spanischen Ministerpräsidenten Zapatero bedeutender sein als die seiner Nachfolger", schließt die Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.