Nur 22 Prozent der Stimmen werden ihr für die am Donnerstag anstehende Europawahl zugesprochen. Gordon Browns Labour-Partei bricht die Unterstützung weg. Ihre engen Alliierten, The Observer und The Guardian legen nun das ganze Gewicht ihrer Stimme auf die Seite der drittgrößten Partei des Landes, der Liberaldemokraten. Da salbt sie der Observer in seiner Sonntagsausgabe zur "Partei mit dem am besten durchdachten EU-Programm", und im Schwesterblatt vertritt Ilana Bet-El, dass die Partei von Nick Cleggs "ganze Arbeit für das Wohlergehen der Briten in der EU geleistet hat".
Die linksliberale Bewegung gewinnt beständig 20 Prozent der Stimmen, ist jedoch Opfer von Großbritanniens Mehrheitswahlrecht. Mit ihren 62 von 646 Mandaten in Westminster bleibt der politische Einfluss der Partei gering.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.