Mehr als einhundert nationale tschechische Denkmäler hat die Justiz beschlagnahmt. "Karlštejn und Hluboká sind konfisziert", liest man auf der Titelseite der Lidové Noviny, auf der auch andere weltberühmte Schlösser und Burgen abgebildet sind. Die Tageszeitung deckt auf, dass die gotischen und barocken Architekturschätze seit neun Monaten unter der "nicht sehr schmeichelnden Etikette 'konfisziert'" im Katasteramt registriert werden. Der Grund dafür ist "eine ganz banale Auseinandersetzung" zwischen dem Institut für nationale Denkmäler und einem Privatunternehmen, bei der es um die Konzession [oder die Vermietung] der Gärten der Prager Burg geht. Dieser "langatmige und banale Gerichtsprozess" dauert seit 2006, erklärt die Tageszeitung. Dabei riskiert der Staat nicht so sehr den Verlust seiner historischen Denkmäler, sondern vielmehr, dass ihm der Hahn der europäischen Subventionen für seine Landesdenkmäler abgedreht wird. In dieser Angelegenheit, für die "der Staat selbst zuständig" ist, ist es schon erstaunlich, dass die Justiz so lange braucht, um ein Urteil zu fällen, kommentiert Lidové Noviny die Situation.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.