Tausende Demonstranten haben sich am 6. Dezember in den Straßen der griechischen Großstädte versammelt. Sie gedachten dem fünfzehnjährigen Alexis Grigoropoulos, der vor einem Jahr von einem Polizisten erschossen wurde. Um erneute Unruhen (wie diejenigen, nach seinem Tod) zu vermeiden, hatte sich die seit zwei Monaten an der Macht befindliche sozialistische Regierung für eine "Null Toleranz"-Politik entschieden, berichtet Ta Nea. Allein in Athen beschloss man den Einsatz von mehr als 10.000 Polizisten, welche die etwa 200 Jugendlichen umzingeln sollten, die von der Universität kommend zu Randale anstifteten.
Im Auftrag, die Stadt und ihre Bewohner zu schützen, nahm die Polizei rekordverdächtig viele Personen fest, titelt die Zeitung. Und dennoch wurden ein paar Schaufenster zerstört und mehrere Demonstranten und Polizisten verletzt. Der Rektor der Athener Universität wurde von Jugendlichen angegriffen und mit Herzbeschwerden in die Notfallambulanz eingeliefert. In dieser angespannten Lage setzten viele Menschen am Montag die Demonstrationen in zahlreichen großen Städten fort.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.