Vatertag auf den Titeln der deutschen Presse. Ein von ledigen Vätern lange erwartetes Urteil zwingt Deutschland – dessen Gesetzgebung ihnen wenig Rechte zugesteht – seine Gewohnheiten zu ändern. Am 3. Dezember korrigierte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bestimmung, durch welche die Frau eines nicht verheirateten Paares alleine entscheiden darf, ob sie das Sorgerecht für ihr Kind mit dem Vater teilen will. "Diskriminierend", urteilte das Straßburger Gericht. Deutsche Gerichte sollten "von Fall zu Fall" entscheiden. Für die Süddeutsche Zeitung ist dies "historisch". Denn der Richterspruch macht "Schluss mit der von überholten Feindbildern geprägten Diskriminierung aller ledigen Väter, […] und einem Idealbild der stets treusorgenden Mutter […], bei der ein Kind stets am besten aufgehoben sei". 2003 wollte das Bundesverfassungsgericht "nicht sehen, dass auch ledige Mütter Menschen sind, zu deren Handlungsmotiven bei und nach Trennungen nicht nur das Kindeswohl zählt".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.