Heute veröffentlichten zwölf katalanische Zeitungen, zu denen auch La Vanguardia gehört, in einer noch nie dagewesenen Initiative einen gemeinsamen Leitartikel mit dem Titel: "Die Würde Kataloniens". In ihm bezeugen sie deutlich ihre Unterstützung bezüglich Kataloniens Autonomiestatus, dem Gesetz, das die institutionelle Organisation der Region regelt. Der Status wurde 1932 verabschiedet, dann aber unter Franco aufgehoben, 1979 wieder übernommen, 2006 verändert und per Referendum bestätigt. Doch mehrere Bestimmungen des Status werden nun sicherlich vom Verfassungsgericht aufgehoben, das ihn momentan eingehend prüft und bald sein Urteil abgeben soll.
Die Bezeichnung als katalanische "Nation" mit den dazugehörigen Symbolen (Fahne, Hymne, Nationalfeiertag) wird höchstwahrscheinlich unter die Zensur fallen. Zu diesem Thema beruft sich der Artikel auf die Tatsache, dass ganz Spanien aus unterschiedlichen "Regionen und Nationalitäten" besteht und dass die Entscheidung vielmehr dahin geht, ob man "voranschreitet oder rückständig ist, ob man die demokratische Selbstbestimmung eines pluralistischen Spaniens akzeptiert oder blockiert". Madrid hat einen ganz anderen Ansatz: El Mundo zufolge ist der Status das Ergebnis "einer politischen Oligarchie, deren Ziel es ist, die katalanische Gesellschaft zu kontrollieren und sie vom Rest Spaniens abzuspalten. Dafür würde sie die verfassungsmäßige Ordnung und das Modell des demokratischen Zusammenspiels zerstören".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.