In Berlin brennen des Nachts die Autos. Dieses Jahr zählt die Hauptstadt bereits 267 Fälle, berichtet die Frankfurter Rundschau. Die Boulevardpresse donnert gegen die "verdammten Feuer-Chaoten", die die Mercedes-, BMW- und Porsche-Eigentümer vorzüglich in den immer schicker werdenden Vierteln Friedrichshain, Kreuzberg, Berlin-Mitte oder Pankow "terrorisieren". Drei Jahre nach Beginn der Brände habe die Polizei noch keine Strategie gegen die Brandstifter gefunden, die der Berliner Verfassungsschutz im links-autonomen Milieu vermutet. Autos anzünden, um gegen die berühmte Gentrifizierung der Städte zu kämpfen? – Nicht das effizienteste Mittel, meint die Rundschau und zitiert den Fall Hamburg. Hier erreichten Künstler per Hausbesetzung und Manifest, dass der Senat über den Rückkauf des Gängeviertels von dessen niederländischen Investoren und seine folgende Restaurierung nachdenkt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.