Am 25. November sind etwa zwanzig Kontrolleure der Europäischen Kommission in Prag gelandet. Wie Lidové Noviny auf der Titelseite berichtet, "kreuzte Brüssel" nur eine Stunde später "im Firmensitz der ČEZ auf, um diesen zu durchsuchen. Die Kommission vermutet, dass das tschechische Elektrizitätsunternehmen gegen die europäischen Wettbewerbsregeln für den Energiemarkt verstößt".
Wie das Prager Blatt vermutet, könnte der wahre Grund für die Durchsuchung aber "der Wettstreit von ČEZ und [dem konkurrierenden Energiemakler] Czech Coal" sein, bei dem Letzterer einen diskreten Hinweis gegeben haben könnte. Wenn man dem Unternehmen allerdings nachweisen kann, dass es sich schuldig gemacht hat, indem es seine dominante Position missbrauchte, so könnte ČEZ zu einer Geldstrafe von bis zu 18 Milliarden tschechischen Kronen verurteilt werden (etwa 720 Millionen Euro). Lidové Noviny berichtet, dass für dieses Geld dann der tschechische Staat als sein Hauptaktionär aufkommen muss. "Brüssel wurde zum Lokalkrieg geladen", kommentiert die Zeitung. Sie betont auch, dass sich diese Affäre in eine lange Liste verschiedenster Streitigkeiten zwischen politischen Parteien einreiht.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.