Die umstrittene "große Debatte über die nationale Identität", die Anfang November vom Minister für Immigration und nationale Identität Eric Besson angestoßen wurde, soll nun im ganzen Land von den Präfekten geleitet werden. Zu diesem Zweck wurde ihnen von der Regierung ein Fragebogen mit 200 Fragen überstellt, der bei der Befragung der Bürger behilflich sein soll und dessen Inhalt L'Humanité offenlegt. Das Dokument "lässt die Immigranten als Risikofaktor für Frankreich dastehen", beurteilt die kommunistische Tageszeitung.
Von sechzehn Kapiteln beziehen sich vier auf das Immigrationsthema mit Fragen, die als "besonders anti-republikanisch" eingeschätzt werden. So findet man unter anderem solche Fragen: "Wie kann man die illegale Einwanderung oder die Präsenz von Ausländern in prekärer Lebenssituation, die diverse Probleme wie Schwarzarbeit und Kriminalität nach sich ziehen, verhindern?"; "Sind die Werte einer nationalen Identität mit der Gemeinschaftsidee vereinbar?" Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Verfasser des Fragebogens nur ein untergeordnetes Kapitel der Frage der europäischen Identität gewidmet haben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.