Gerade hat man die erste Runde am 20. November hinter sich gebracht, da bezeichnet România Libera die bald stattfindende zweite Runde der rumänischen Präsidentschaftswahl schon als "erbarmungslose Schlacht". Derjenige der den dritten Platz erreichte (der Liberale Crin Antonescu) wird in diesem Kampf "des zukünftigen und des vergangenen [kommunistischen] Rumäniens" wohl der Schiedsrichter sein. Die beiden ersten Plätze belegen der amtierende Präsident (der Liberaldemokrat Traian Băsescu, 32 Prozent der Stimmen) und der sozialdemokratische Kandidat Mircea Geoană (31 Prozent). România Libera fürchtet, dass "eine Vielzahl der Funktionäre, Generäle und Polizeibeamte", die den Anti-Korruptions-Maßnahmen Băsescus nicht viel abgewinnen konnten, versuchen werden, die Wahlen so zu beeinflussen, dass Geoană gewinnt. Für sie wird das eine "letzte Schlacht", in der es vor allem darum geht, "sich eine geruhsame Rente zu sichern". Die Tageszeitung berichtet auch, dass sich über 80 Prozent der Wähler im am selben Tag (20. November) organisierten Referendum für die Abschaffung der zweiten Parlamentskammer ausgesprochen haben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.