Die niederländische Staatssekretärin für Justiz Nebahat Albayrak, fordert, dass die EU die Anzahl der jährlich auf der Flucht gestorbenen Asylanten statistisch erfassen soll, verkündet NRC Handelsblad. Asylanten, die ihre Reise nicht überlebt haben, erklärt die Tageszeitung "gibt es nicht". "Keine europäische Regierung kümmert sich darum, ihre Namen zu erfahren oder herauszufinden, wie viele vor den Toren der Festung Europa umkommen."
Eine Lage, die von der Staatssekretärin als "erschütternd" bezeichnet wird. Der Tageszeitung zufolge werden solche Listen nur von Nicht-Regierungsorganisationen wie United Against Racism erstellt. Letztere schätzt, dass seit 1994 so mehr als 13.000 Menschen ums Leben gekommen sind: durch Ertrinken, vor Erschöpfung oder gar zerfetzt von einer Minenexplosion an der türkisch-griechischen Grenze. Die Familien versuchen oftmals vergeblich, die Leichen in die Heimat zu überführen. Laut eines Afghanen, der illegal auf der Insel Lesbos lebt "kostet eine Überführung Tausende von Euro […] und die europäischen Botschaften in Afghanistan weigern sich, den Familienangehörigen Visa auszustellen, damit sie den Opfern die letzte Ehre erweisen können".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.