"Die drei Spitzenkandidaten Rumäniens haben Botswanas Debattenmodell importiert", titelt die Tageszeitung Gândul. So resümiert das Blatt die "schmuddeligen und beleidigenden" Querelen, während der Wahlkampagne für die Präsidentschaftswahlen, deren erster Wahldurchgang am kommenden Sonntag, dem 22. November stattfindet.
Die drei Hauptspitzenkandidaten, Traian Băsescu, der amtierende Präsident des Landes, Mircea Geoană, Chef der Sozialdemokraten und Crin Antonescu, Chef der Nationalliberalen, sind "Fernsehdebatten ausgewichen, und haben ihre Wahlkampfmanager vor die Kameras geschickt". Eine typisch rumänische Gepflogenheit, "doch vergessen wir nicht, dass dies Gepflogenheiten von labilen Demokratien sind wie Afghanistan, Botswana oder der Ukraine", bedauert das Blatt aus Bukarest. Laut regelmäßig veröffentlichter Umfragen des Instituts TNS-CSOP käme Traian Băsescu auf 34 Prozent der Stimmen, Mircea Geoană auf 31 Prozent und Crin Antonescu auf 21 Prozent.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.