Die Verhandlungen dauerten die ganze Nacht. Doch am 17. November hat der österreichische Ministerrat die eingetragenen Partnerschaft (EP) für Homosexuelle beschlossen. Ab 1. Januar 2010 soll das Gesetz wirksam sein. "Gleichstellung, außer auf dem Standesamt", so heißt es im Wiener Standard, der den größten Zankapfel der Koalitionsverhandlungen bemängelt: homosexuelle Paare dürfen sich nicht auf dem Standesamt "Ja"-Sagen, sondern werden gebeten, sich dafür in ihr nächstes Bezirksverwaltungsbehörde zu begeben; auf diese Unterscheidung zur Heirat bestanden die Christdemokraten von der ÖVP. Davon abgesehen, so die Zeitung, seien die gegenseitigen Rechte und Pflichten für beide Partner in weiten Bereichen, vor allem im Steuerrecht, jenen von Eheleuten "ident". Und auch wenn Adoption und künstliche Befruchtung unmöglich bleibt und ihre Trennung rechtlich einfacher ist, so versichert die Justizministerin, handele es sich keineswegs im eine "Ehe-Light".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.