Die britische Öffentlichkeit steht wieder einmal im Taumel der Nachricht, dass ihre "Boys" sich in fernen Breitengraden unziemlicher Berührungen schuldig gemacht haben. The Independent veröffentlicht den Zeugenbericht eines britischen Army-Soldaten, der einen Vorgesetzten und einstige Kameraden beschuldigte, irakische Gefangene geschlagen und gefoltert zu haben. Während einer Untersuchung über den Tod des irakischen Zivilbürgers Baha Mousa im September 2003 änderte der frühere Corporal Donald Payne seine Aussage und behauptete, er und seine Gefährten haben "aus Rache" über den Tod von vier Kollegen im Süden Iraks gehandelt. Die Opfer dieser Rache, neun gefangene irakische Zivilisten, seien "regelmäßig geschlagen und getreten" worden, berichtet die Londoner Tageszeitung. Baha Mousa sei an "Erstickung und 93 einzelnen Verletzungen" gestorben. Payne gab an, er habe das Ausmaß der Misshandlungen aus "fehlgeleiteter Loyalität" bisher gedeckt. Vorher hatte er behauptet, Häftlinge nur "gestoßen" oder "geohrfeigt" zu haben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.